Marianne über Kommunismus und den Moloch | BETRACHTUNG

Ich spreche mit Marianne über ihren Prozess, der sich langsam dem Ende neigt. Dabei kommen wir vom Kommunismus über den Moloch bis hin zu der wahren Bedeutung von „Armageddon“.
Doch sehet und höret selbst!

ACHTUNG!!! Bei Minute 11:11 ist Marianne ein Versprecher unterlaufen: Das vorletzte Wort ist sinnentstellend falsch. Richtig muß es heißen: „der ein Krieg zwischen Christentum und Islam wird.“

Zitat Marianne:
„So hatten es Alfred Swerdlow und seine Kirchenvertrauensleute-Freunde, Kirchenvorstands-Freunde und Bibelkreis-Freunde gesagt, in vertrauter privater Runde von ca. 10 Leuten, und sich dabei zu meiner Verblüffung tatsächlich diebisch gefreut haben auf diesen bevorstehenden Krieg hier auf deutschem Boden zwischen Christentum und Islam.“

20 Gedanken zu “Marianne über Kommunismus und den Moloch | BETRACHTUNG

  1. Ist auch zum großen Teil in Alexander Solschenizyn`s Klassiker „Archipel Gulag“ beschrieben worden, in dem Buch gibt es auch ein paar schöne Bildseiten drin mit den führenden Köpfen von diesem ganzen Wahnsinn,sind meistens alles Leute mit so komischen Nasen u.dicken Lippen usw…..itak

  2. Mangels historischen Wissens kann ich diesen Ausführungen nicht folgen und mir kein Urteil dazu erlauben. Ich glaube aber gern, dass in der Geschichte viel auf Lug und Trug beruht und dort, wo es Denkverbote gibt und nicht geforscht werden darf, stimmt etwas nicht. Allerdings fällt mir auf, dass viele der neuen Aufklärer dieselben Feindbilder bedienen. Immer sind es die Freimaurer, die Jesuiten, der Vatikan, die Kommunisten und die Juden, die sich angeblich gegen uns verschworen haben. Erstaunlich, wie diese Kreise über Jahrhunderte zusammenhalten und die gleichen Interessen verfolgen. Dabei gerät z. B. außer acht, dass den deutschen Juden seinerzeit schon allein durch die Internierung in Lagern großes Unrecht widerfahren ist. Oder was soll man dazu sagen, wenn plötzlich der Staat vor der Tür steht, um dich abzuholen und einzusperren? Ich möchte das nicht erleben.

  3. Eines der aufschlussreichsten Interviews, die ich je hörte. Danke , Marianne und Volkslehrer.
    Ein sehr interessantes Buch hat der Estländer Jürgen Lina geschrieben:
    „Under the Sign of the Scorpion‘, 2013.
    (Ich habe nur die schedische Ausgabe von Förlaget Referent, Stockholm.)

  4. Keine Gedanken, aber noch ein Texthinweis:
    In den Infomationen zur politischen Bildung Nr. 322/2014 bei der bpb wird Swerdlow auch erwähnt bzw. zitiert.
    „ZK-Sekretär Jakow Swerdlow (1885-1919) verkündete am 20. Mai 1918: „Nur wenn es uns gelingt, das Dorf in zwei unversöhnliche feindliche Lager zu spalten, wenn wir in der Lage sind, dort denselben Bürgerkrieg zu entfachen, zu dem es vor nicht allzu langer Zeit in den Städten gekommen ist, […] erst dann werden wir sagen können, dass wir mit dem Dorf dasselbe machen werden, was uns mit der Stadt geglückt ist.“ Zur Spaltung des Dorfes wurden „Komitees der Dorfarmut“ (russ.: kombedy) eingeführt, die die armen gegen die reichen Bauern aufhetzen sollten. Gleichzeitig rekrutierte die Sowjetregierung aus Arbeiteraktivisten „Abteilungen zur Lebensmittelbeschaffung“, bewaffnete Banden, die seit dem Frühjahr 1918 das Land heimsuchten, stahlen, was sie greifen konnten, und sich am konfiszierten Wodka betranken.“

    Und im Quellentext „Über die Errichtung der Versorgungsdiktatur“ ist Swerdlow einer der Unterzeichner.

    https://www.bpb.de/izpb/189545/der-sieg-der-bolschewiki?p=2

  5. Wenn Mariane was sagt, nehme ich es als gegeben hin. Ich würde Dich gerne mal besuchen, um Dein Wissen zu bewahren. Momentan fahre ich jede Woche bei Dir vorbei.

  6. Friedrich Delitzsch

    „…In der Folge des Babel-Bibel-Streites nahm er im Laufe seines Lebens zunehmend eine kritische Haltung gegenüber dem Alten Testament ein. Sehr weit in dieser Hinsicht geht sein Werk Die große Täuschung (s. u.), in dem er unter anderem fordert, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon zu entfernen, und schließlich im Anschluss an Paul Haupt und andere sogar eine arische Herkunft Jesu Christi vermutete….“

  7. Im Film angesprochene Werke:

    G. Daumer Der Feuer Und Molochdienst Der Alten Hebraeer ( 1842, 331 S., Scan Text, Fraktur)
    https://archive.org/details/g.daumerderfeuerundmolochdienstderaltenhebraeer1842331s.scantextfraktur

    Friedrich Delitzsch – Bibel und Babel: Eine kulturgeschichtliche Skizze
    https://archive.org/details/bibelundbabelei00deligoog

    Zusatz:
    Atlantis, Edda und Bibel
    https://archive.org/details/AtlantisEddaUndBibel

    https://archive.org/details/SpanuthJrgenDieAtlanter1976528S.Text

    Viele Werke auch hier:
    http://libgen.rs/

    Wen sowas interessiert der kann sich auch mal mit dem angeblichen Judenstern auseinandersetzen. Das ursprüngliche Symbol ist ein indogermanisch-arisches das Shatkona:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Shatkona

    Im alten Indien, welches vor mehreren tausend Jahren von den Ariern (die Edlen/Adel) erobert wurde, existiert demzufolge auch noch das Shatkona/Judenstern und die Swastika in trauter Eintracht nebeneinander. Das Shatkona zeigt die Verbindung von Himmel/Gott (Dreieck nach unten) mit der Erde/Mensch (Dreieck nach oben). Der Mensch als Wesen aus der Erde (irdisch = erdisch) mit einem göttlichen Funken.

    Die Swastika ist ein Symbol fuer die Ewigkeit und damit fuer Gott selbst. Deswegen kann es auch nicht verwundern, wenn es in Armenien Symbole gibt, die aus Shatkona/Judenstern und Swastika in der Mitte zusammen bestehen. Ein Symbol für die Ewigkeit Gottes. Deswegen ist die Swastika bei den Hindus und auch bei den alten Germanen immer mit Gott/den Göttern assoziiert

    Die Juden haben dieses ursprünglich indogermanische Symbol (Shatkona) ganz einfach nach dem 30jährigen Krieg als ihr eigenes ausgegeben (nach der Belagerung der Stadt Prag).

    Ein weiterer interessanter Fakt: Gott kommt von Godan. Godan ist der gotische (germanischer Volksstamm) Name für Wotan/Odin.

    Die Zahl 1 im russischen (indogermanische Sprache) lautet übrigens: один – Odin.
    Odin der Erste.

    der Zweite: Zwei – Twa – Two – Ziu

    Ziu (indogermanisch mit Zeus verwandt) wird im lauf der Zeit zu Tiwaz, dann Tuisto.
    Tuisto wird zu Teutz. Teutz wird im Lauf der Jahrhunderte zu Teutsch.
    Teutsch wird zu Deutsch.

    Die Deutschen führen daher ihre Herkunft direkt auf Odin zurück, da in einer Version der nordischen überlieferung der Gott Tiwaz der Sohn von Odin ist.

    Es ist natürlich insgesamt ein wenig komplitziert, da so viele Jahrtausende vergangen sind und es auch Forscher gibt, die sagen, das einst Ziu der Hauptgott der Germanischen Stämme war.

    Aber:
    Odin = 1 (Eins)
    Ziu = 2 (Zwei)

    Man kann also mit ein wenig Selbstbewustsein folgendes sagen: das das wirklich auserwählte Volk, das Volk der Deutschen ist, da es von Gott abstammt.

    In der Edda steht, dass Odin (Godan/Gott) einem Eschenstamm (Symbol für den Weltenbaum = DNS) seinen Atem (Odem = Odin) einhaucht und ihm damit das Leben spendet und so die ersten Menschen zeugt. Der deutsche Mensch als Wesen aus der Erde (ausgehend von dem sagenhaften Stammvater Tuisto) mit einem göttlichen (Lebens)Funken (Seele).

    Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt in seiner Germania von der Götterwelt der Germanen:
    „Als Stammväter und Begründer ihrer Völkerschaft verherrlichen sie [die Germanen] in alten Liedern – der einzigen Art historischer Überlieferung, die es bei ihnen gibt – Tuisto, einen der Erde entsprossenen Gott, und seinen Sohn Mannus.“
    – Tacitus: Germania 2,2

    Vielleicht erklärt das auch unsere hohe Schöpferkraft und Erfindungsgabe.
    Fakt ist, wir müssen alles tun, damit wir nicht aussterben oder besser gesagt ausgerottet werden.

    Ein Film über dieses Thema ist vielleicht etwas, das Herr Nehrling überdenken sollte.

    „Mit der Wiederentdeckung der Germania im 16. Jahrhundert wurde auch Tuisto, ab jetzt mit vielen Schreibvarianten Thuiskon genannt, wiederentdeckt. Er fungierte fortan als Stammvater der deutschen Nation und wurde als solcher in unzähligen Werken zeitgenössischer Schriftsteller und Dichter verewigt.“

    Weltliteratur:
    Die Germania des Tacitus:
    https://archive.org/details/diegermaniadest02tacigoog/page/n16/mode/2up

  8. Wer zur historischen Analyse der Quelle das mal (mit der notwendigen kritischen Distanz) lesen will (damit man natürlich vor allem die pöhsen Antisemiten widerlegen kann usw.), der findet das Werk hier:
    https://archive.org/details/BolschewismusUndJudentum/page/n1/mode/2up

    Noch mehr Originalliteratur, um die „dunkelste Zeit“ besser zu verstehen (Es ist durchaus sinnvoll auf Datensticks solche Scan Bücher zu archivieren, da man nie wissen kann, wie lange Bücher online verfügbar sind, da die Zensur real existert. Datenstick eventuell dann an einer nur dir bekannten Stelle ausserhalb der eigenen Wohnung verwahren):
    https://archive.org/download/nslarchiv_201910

  9. Hier der kommunistische Geheimdienstler:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Yakov_Sverdlov

    https://cs.wikipedia.org/wiki/Jakov_Sverdlov

    Auf deutsch gibts keinen Artikel. Deswegen hier die mit http://www.deepl.com
    übersetzt:

    Jakow Michailowitsch Swerdlow (russisch: Яков Михайлович Свердлов; 3. Juni 1885 – 16. März 1919), war ein bolschewistischer Parteifunktionär und Vorsitzender des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees von 1917 bis 1919. Er wird manchmal als das erste Staatsoberhaupt der Sowjetunion angesehen, obwohl diese erst 1922, drei Jahre nach seinem Tod, gegründet wurde.

    Geboren in Nischni Nowgorod in einer jüdischen Familie, die in der revolutionären Politik aktiv war, trat Swerdlow 1902 der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei und unterstützte Wladimir Lenins bolschewistische Fraktion während einer ideologischen Spaltung. Während der gescheiterten Revolution von 1905 war er im Ural aktiv, und im nächsten Jahrzehnt war er ständigen Verhaftungen und Verbannungen ausgesetzt. Nach der Februarrevolution 1917, die die Monarchie stürzte, kehrte Swerdlow nach Petrograd zurück und wurde zum Vorsitzenden des Parteisekretariats ernannt. In dieser Funktion spielte er eine Schlüsselrolle bei der Planung der Oktoberrevolution.

    Im November 1917 wurde Swerdlow zum Vorsitzenden des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees gewählt. Er arbeitete daran, die bolschewistische Kontrolle über das neue Regime zu festigen und unterstützte die Kampagne des Roten Terrors und die Entkosakalisierungspolitik. Es wird auch angenommen, dass er eine wichtige Rolle bei der Autorisierung der Hinrichtung der Romanow-Familie im Juli 1918 gespielt hat.

    Swerdlow starb im März 1919 im Alter von 33 Jahren an der Spanischen Grippe und wurde in der Nekropole an der Kremlmauer beigesetzt. Die Stadt Jekaterinburg wurde 1924 ihm zu Ehren in Swerdlowsk umbenannt.

    Swerdlow wurde in Nischni Nowgorod als Jakow-Aaron Michailowitsch Swerdlow[1] als Sohn jüdischer Eltern, Michail Izrailewitsch Swerdlow und Elizaveta Solomonowa, geboren. Sein Vater war ein politisch aktiver Graveur, der gefälschte Dokumente herstellte und Waffen für den revolutionären Untergrund lagerte. Die Familie Sverdlov hatte sechs Kinder: zwei Töchter (Sophia und Sara) und vier Söhne (Zinovy, Yakov, Veniamin und Lev). Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1900 konvertierte Michail mit seiner Familie zur russisch-orthodoxen Kirche, heiratete Maria Alexandrowna Kormilzewa und bekam zwei weitere Söhne, Herman und Alexander. Swerdlovs Vater sympathisierte mit den sozialistischen Tendenzen seiner Kinder und 5 seiner 6 Kinder sollten sich irgendwann in der revolutionären Politik engagieren. Mikhail beobachtete, wie sein Haushalt langsam zu einem revolutionären Hotspot wurde, wo sich die Nowgoroder Sozialdemokraten trafen, Pamphlete schrieben und sogar Stempel für falsche Pässe fälschten. Yakovs ältester Bruder Zinovy wurde von Maxim Gorky adoptiert, der ein häufiger Gast im Haus war. Sinowy war der einzige Swerdlow, der die revolutionäre Politik ablehnte und hatte nach der Revolution wenig bis keinen Kontakt zu Jakow.[2]

    Jakow glänzte in der Schule und verließ das Gymnasium nach vier Jahren, um Apothekerlehrling und „Berufsrevolutionär“ zu werden. 1902 trat Swerdlow der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei, später der bolschewistischen Fraktion und unterstützte Wladimir Lenin. In seiner Jugend freundete sich Swerdlow mit dem Revolutionär Wladimir Lubotskij (später bekannt als Zagorskij) an. Er war an der Revolution von 1905 beteiligt, während er im Uralgebirge lebte. Obwohl er nie ein College besuchte, nahm Swerdlow die Kleidung der radikalen Studenten jener Zeit an: „Mit seiner mittleren Größe, dem widerspenstigen braunen Haar, der Brille, die ständig auf seiner Nase saß, und dem Tolstoi-Hemd, das er unter seiner Jacke trug, sah Swerdlow wie ein Student aus, und für uns … bedeutete ein Student einen Revolutionär.“[3]

    Swerdlow wurde ein wichtiger Aktivist und Redner in Nischni Nowgorod. 1906 wurde Swerdlow verhaftet und bis zu seiner Freilassung im Jekaterinburger Gefängnis festgehalten. Während seiner Zeit im Gefängnis bildete Sverdlov sich und andere weiter und las Lenin, Marx, Kautsky, Heine und mehr. Sverdlov versuchte, nach dem Motto zu leben: „Ich stelle Bücher auf die Probe des Lebens und das Leben auf die Probe der Bücher“[4] Die meiste Zeit von seiner Verhaftung im Juni 1906 bis 1917 war er entweder inhaftiert oder im Exil. Im März 1911 wurde Swerdlow im St. Petersburger Haus der Untersuchungshaft inhaftiert.

    Swerdlow heiratete ein bolschewistisches Parteimitglied und eine Meteorologin namens Klavdia Novgorodtseva. Im Jahr 1911 wurde ihr erstes Kind, Andrej Jakowlewitsch Swerdlow, geboren. Im Jahr 1913 wurde ihr zweites Kind, Vera, geboren und im Jahr 1915 schloss sich Klavdia Jakow im Exil im Dorf Monastyrskoe an. Swerdlow und seine Frau leiteten in der Stadt einen bolschewistischen Lesezirkel, der zwar illegal war, aber der Aufmerksamkeit der örtlichen Behörden entging.

    In der Zeit von 1914 bis 1916 befand er sich zusammen mit Joseph Stalin (damals Dshugaschwili genannt) im inneren Exil in Turuchansk, Sibirien. Beide waren von dem Okhrana-Agenten Roman Malinovsky verraten worden. Über Stalin schrieb Swerdlow: „Der Genosse, mit dem ich zusammen war, entpuppte sich als eine solche Person, gesellschaftlich, dass wir nicht miteinander sprachen oder uns sahen. Es war schrecklich.“[5] Wie Stalin wurde er in Abwesenheit zur Prager Konferenz 1912 kooptiert.[6] 1914 zog Sverdlov in ein anderes Dorf und zog zu seinem Freund Filipp Goloshchyokin, bekannt als Georges. Anfang 1917 erhielt Swerdlow Nachrichten über den Putilow-Streik von 1917 in Petrograd. Zusammen mit Filipp machte er sich sofort auf den Weg nach Petrograd und kam am 29. März 1917 in Petrograd an.

    Parteivorsitzender

    Nach der Februarrevolution 1917 kehrte Swerdlow als Leiter der Uraler Delegation aus dem Exil nach Petrograd zurück und fand seinen Weg in Lenins inneren Kreis. Er traf Lenin zum ersten Mal im April 1917 und usurpierte daraufhin Elena Stasowa als Vorsitzende des Sekretariats des Zentralkomitees und wurde Sekretär des Zentralkomitees der Partei. Laut Podvoisky, dem Vorsitzenden des Militärrevolutionären Komitees, „war Swerdlow die Person, die Lenin mehr als jeder andere bei der praktischen Umsetzung von Überzeugungen in Stimmen half“[7] Als Vorsitzender des Zentralkomitees spielte Jakow eine wichtige Rolle bei der Planung der Oktoberrevolution und half bei der Entscheidung, einen bewaffneten Aufstand zu inszenieren[8] Im November, als die Bolschewiki darüber debattierten, ob sie die Wahlen verschieben oder abhalten sollten, trat Swerdlow wie versprochen für sofortige Wahlen ein. Als die Ergebnisse zurückkamen und zeigten, dass die Sozialistischen Revolutionäre gewonnen hatten, lösten Swerdlow, Lenin und Bucharin die Versammlung auf, was zu einem Bürgerkrieg führte.

    Swerdlow wird manchmal als das erste Staatsoberhaupt der Sowjetunion angesehen, obwohl diese erst 1922, drei Jahre nach seinem Tod, gegründet wurde. Swerdlow hatte ein erstaunliches Gedächtnis und war in der Lage, die Namen und Details von Mitrevolutionären im Exil zu behalten. Er beförderte seinen Freund und Gefolgsmann Varlam Avanesov zum Stellvertreter im Zentralen Exekutivkomitee, der später ein Spitzenbeamter der Geheimpolizei werden sollte. Außerdem setzte er Wladimir Wolodarskij als Kommissar für Druck, Propaganda und Agitation ein, der bis zu seiner Ermordung im Jahr 1918 amtierte. Seine organisatorischen Fähigkeiten waren sehr geschätzt, und während seines Vorsitzes wurden Tausende von lokalen Parteikomitees ins Leben gerufen.[8] Einer seiner Genossen erinnerte sich, dass,

    „[Er] konnte einem alles sagen, was man über einen Genossen wissen musste: wo er arbeitete, was für ein Mensch er war, was er gut konnte und welche Arbeit ihm im Interesse der Sache und zu seinem Nutzen zugewiesen werden sollte. Außerdem hatte Sverdlov einen sehr genauen Eindruck von allen Genossen: sie waren so fest in seinem Gedächtnis verankert, dass er Ihnen alles über die Gesellschaft jedes einzelnen sagen konnte. Es ist schwer zu glauben, aber wahr.“[9]

    Swerdlow wurde im November 1917 zum Vorsitzenden des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees gewählt, dem auch seine Frau angehörte, und wurde damit de jure Staatsoberhaupt der Russischen SFSR bis zu seinem Tod. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung im Januar 1918, die Russische Konstituierende Versammlung zu beenden, und der anschließenden Unterzeichnung des Vertrags von Brest-Litowsk am 3. März. Im März 1918 floh Swerdlow zusammen mit den meisten prominenten Bolschewiki aus Petrograd und verlegte den Regierungssitz nach Moskau – Swerdlow bezog ein Zimmer im Kreml.[10]

    Im März 1918 diskutierten Swerdlow und das Zentrale Exekutivkomitee darüber, wie man die „Geschwüre, die der Sozialismus vom Kapitalismus geerbt hat“, am besten beseitigen könne, und Jakow plädierte für eine konzentrierte Anstrengung, um die ärmsten Bauern in den Dörfern gegen ihre Kulakenbrüder aufzubringen. An der Seite Bucharins begann die Partei eine Kampagne der „konzentrierten Gewalt“ gegen viele Mitglieder der landbesitzenden, kapitalistischen und handwerklichen Klassen der russischen Gesellschaft.

    Familie Romanow

    Einige Quellen behaupten, dass Swerdlow neben Lenin und Goloschtschyokin eine wichtige Rolle bei der Hinrichtung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie am 17. Juli 1918 spielte.

    In einem 1990 geschriebenen Buch des Moskauer Dramatikers Edvard Radzinsky wird behauptet, dass Swerdlow ihre Hinrichtung am 16. Juli 1918 angeordnet habe. Dieses Buch und andere Bücher von Radzinsky wurden von Journalisten und akademischen Historikern als „Volksgeschichte“ bezeichnet.[12][13][14][15][16] Juri Slezkine vertrat in seinem Buch Das jüdische Jahrhundert jedoch eine etwas andere Meinung: „Zu Beginn des Bürgerkriegs, im Juni 1918, befahl Lenin die Tötung von Nikolaus II. und seiner Familie. Zu den Männern, die mit der Ausführung des Befehls betraut waren, gehörten Swerdlow, Filipp Goloschtschyokin und Jakow Jurowski.“[17][18]

    Das 1922 erschienene Buch eines Generals der Weißen Armee, Michail Diterikhs, Der Mord an der Zarenfamilie und an Mitgliedern des Hauses Romanow im Ural, versuchte, den Mord an der königlichen Familie als jüdisches Komplott gegen Russland darzustellen. Es bezog sich auf Sverdlov mit seinem jüdischen Spitznamen „Yankel“ und auf Goloshchekin als „Isaac“. Dieses Buch wiederum basierte auf einem Bericht eines Nikolai Sokolov, Sonderermittler des Omsker Bezirksgerichts, den Diterikhs mit der Aufgabe betraute, das Verschwinden der Romanows zu untersuchen, während er als Bezirksgouverneur unter dem Weißen Regime während des Russischen Bürgerkriegs diente.[19] Der Untersuchungsrichter in Jekaterinburg sah 1918, dass die unterschriebenen telegraphischen Anweisungen zur Hinrichtung der kaiserlichen Familie von Sverdlov kamen. Diese Details wurden 1966 veröffentlicht.[20]

    Laut Leo Trotzkis Tagebüchern hatte er nach seiner Rückkehr von der Front (des Russischen Bürgerkriegs) den folgenden Dialog mit Swerdlow:[21]

    Mein nächster Besuch in Moskau fand nach dem [vorübergehenden] Fall von Jekaterinburg [an antikommunistische Kräfte] statt. Im Gespräch mit Swerdlow fragte ich beiläufig: „Ach ja, und wo ist der Zar?“

    „Erledigt“, antwortete er. „Er ist erschossen worden.“

    „Und wo ist die Familie?“

    „Die Familie zusammen mit ihm.“

    „Alle?“, fragte ich, offenbar mit einer Spur von Überraschung.

    „Alle“, antwortete Swerdlow. „Was ist damit?“ Er wartete, um meine Reaktion zu sehen. Ich gab keine Antwort.

    „Und wer hat die Entscheidung getroffen?“, fragte ich.

    „Wir haben es hier entschieden. Iljitsch war der Meinung, dass wir den Weißen kein lebendes Banner überlassen sollten, um das sie sich scharen könnten, besonders unter den gegenwärtigen schwierigen Umständen.“

    Ich stellte keine weiteren Fragen und betrachtete die Angelegenheit als abgeschlossen.

    Der Rote Terror und die Entkosakisierung

    Nach der Ermordung von Moisei Uritsky und dem Attentat auf Lenin im August 1918 verfasste Swerdlow ein Dokument, das zum „gnadenlosen Massenterror gegen alle Feinde der Revolution“ aufrief. Unter seiner und Lenins Führung nahm das Zentrale Exekutivkomitee Swerdlovs Resolution an, die zum „roten Massenterror gegen die Bourgeoisie und ihre Agenten“ aufrief.[22] Während Lenins Genesung zog Swerdlov in Lenins Büro im Kreml ein und übernahm einige von Lenins offiziellen Verpflichtungen. Er überwachte das Verhör von Lenins Möchtegern-Attentäterin Fanny Kaplan und verlegte Kaplan sogar aus dem Hauptquartier der Tscheka in einen Kellerraum unter Swerdlovs Wohnung. Swerdlovs Stellvertreter Avanesov gab den Befehl für Kaplans Hinrichtung und Swerdlov selbst ordnete persönlich an, dass die Leiche „spurlos vernichtet“ werden sollte.[23]

    Swerdlow unterstützte die Kampagne des Roten Terrors, insbesondere wenn es um die Politik der Entkosakalisierung ging, die 1917 als Teil des Russischen Bürgerkriegs begonnen wurde. Diese Politik führte zum Tod von Tausenden von Kosaken, während die sowjetische Regierung Land und Lebensmittel, die von der kosakischen Bevölkerung produziert wurden, konfiszierte. Swerdlow schrieb, dass „kein einziges Verbrechen gegen den revolutionären militärischen Geist ungestraft bleiben wird“ und dass die Freilassung von Kosaken-Gefangenen inakzeptabel sei.[24] Swerdlow wies sogar lokale Beamte an, Konzentrationslager einzurichten, um die Arbeitskraft der Kosaken vor ihrer Ausrottung zu nutzen. Diese Politik wurde im März 1919 vorübergehend ausgesetzt, als Swerdlow in der Ukraine war, um die Wahl des Zentralkomitees der ukrainischen kommunistischen Partei zu beaufsichtigen.

    Vermächtnis
    In einer Rede am 18. März 1919 lobte Wladimir Lenin Swerdlow und seine Beiträge zur Revolution. Er nannte Swerdlow „den vollkommensten Typus des Berufsrevolutionärs“[28].
    Der 1913 in Dienst gestellte Zerstörerführer Novik der Kaiserlich Russischen Marine wurde 1923 in Jakow Swerdlow umbenannt.
    Das erste Schiff der Kreuzer der Swerdlow-Klasse wurde ebenfalls nach ihm benannt.
    Jekaterinburg, das als „dritte Hauptstadt Russlands“ bezeichnet wird, da es nach der Größe der Wirtschaft, der Kultur, des Verkehrs und des Tourismus an dritter Stelle steht,[29][30] wurde 1924 in „Swerdlowsk“ umbenannt und erhielt 1991 seinen früheren Namen zurück.
    1938 wurden einige ukrainische Siedlungen sowie das Bergwerk „Swerdlowsk“ (in den 2010er Jahren Teil des Unternehmens „Sverdlovantratsyt“) zur Stadt Swerdlowsk zusammengelegt, die von der ukrainischen Regierung am 12. Mai 2016 in „Dowschansk“ umbenannt wurde, obwohl die Umbenennung aufgrund des Krieges im Donbass nicht durchgesetzt werden konnte.[31]
    Einige Orte in der ehemaligen Sowjetunion tragen noch den Namen Swerdlowsk, in der Russischen Föderation und in Kirgisistan. Andere wurden umbenannt.

  10. Marianne, vielen Dank für die offenen Worte !
    Alte Bücher zu lesen und Zusammenhänge zu verstehen, ist wirklich eine Herausforderung.
    Vor allen Dingen, sie im Kontext der Zeit zu verstehen. Deshalb sind Zeitzeugen so wichtig. Leider werden sie sukzessieve ausgeschaltet. Warum wohl ?!
    Vielleicht, sind die, die meinen die Welt zu erobern auch nur der „Scheinriese“ ( aus „Lukas der Lokomotivführer“ ) der immer kleiner wird, je näher man an ihn heran kommt. Davor hat man wohl die größte Angst !
    Das ist wahrscheinlich auch der Grund, alles und jeden Kleinkrämer mit „Preisen“ zu überhäufen.
    Preise, Museen, Gedenkstätten, Universitäten ………..

  11. Hallo Nikolai,

    danke für die stets hoch interessanten Videos mit Marianne. Ich könnte stundenlang zuhören.
    Wäre es ggf. möglich, eine Liste der in den Videos angesprochenen Bücher unter die Video zu packen?
    Danke!

  12. Danke für deine Arbeit Nikolai!

    Eventuell könnte man ja mal so einen Zeitstrahl der mit der Wahrheit einhergeht erstellen mit den Sumerern und anunaki gegenüber gestellt und dann eben mit anderen Zivilisationen die den ewigen Kampf von gut und böse mal im wahren Licht der Wahrheit darstellen.

    Wohl an!

  13. Als Marianne sagte (bzw. an entsprechender Stelle eben nichts sagte und nur die Lippen bewegte):
    „[…] Ich weiß alles ! … ! Du bist beteiligt an diesem …“
    bekam ich Gänsehaut …

    Danke für diese(n) interessante individuellen Erlebnisbericht/Anekdoten. Es gibt ja nur noch wenige (Ur-)Großeltern bzw. Eingeweihte, die uns berichten können [im Rahmen der Möglichkeiten, die uns bzgl. Meinungsverbrechen/’fehlender Freiheit der Rede‘ (ohne weggesperrt zu werden) erlaubt werden].

  14. Sprengkraft bezüglich der einfachen oder monarchistischen Russen. Lügen, Geschichtsfälschung und Täuschung auch gegenüber dem russischen Volk. Gleiches beobachtet mann auch in China. Mann sollte sich alle Vorgänge auf dieser global beherrschten Welt genauer und kritisch anschauen. Glaubt niemals den Medien, keines dieser Medien hat die Wahrheit, sie wollen immer ihre eigene politische Agenda an den Mann, an die Frau bringen. Benutzt euer eigenes Gehirn. Eure Gegner benutzen nichts anderes. Fragt euch immer, was möchte dein Gegner mit seiner Aussage bei dir erreichen.

    1. In China hat Mao 80 000 000 Chinesen (manche sagen noch mehr) umbringen lassen, um den „Kommunismus“ aufzurichten.

      Zitat von:
      https://blakkpepper.com/2016/05/jews-behind-the-rise-to-power-of-mao-tse-tung-in-china-who-murdered-80-million-countrymen/
      „Juden steckten hinter dem Aufstieg zur Macht von Mao Tse Tung, dem kommunistischen Diktator von China, der während seiner brutalen Herrschaft zig Millionen Chinesen folterte und ermordete. Sidney Shapiro, ein amerikanischer Jude, war verantwortlich für Chinas Propagandaorgan. Ein anderer Jude, Israel Epstein, war Maos Minister für Bewilligungen (Finanzen)

      ‚Was auch immer der Preis der chinesischen Revolution sein mag, es ist ihr offensichtlich gelungen, nicht nur eine effizientere und engagiertere Verwaltung hervorzubringen, sondern auch eine hohe Moral und Zweckgemeinschaft zu fördern. Das soziale Experiment in China unter der Führung des Vorsitzenden Mao ist eines der wichtigsten und erfolgreichsten in der Geschichte der Menschheit“ – David Rockefeller

      https://www.blakkpepper.com/wp-content/uploads/2016/05/mao.ht9_-300×291.gif

      Mao mit Sidney Rittenberg (Jude). Wikipedia behauptet, er „beobachtete“ die oberen Ebenen der chinesischen Führung.“

  15. Ein Trauerspiel, bzw. Rumspielereien der Gerichte wegen einem „Fliegenschiss“! Was das den Steuerzahler
    kostet, sollte veröffentlicht werden!

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